Geschichte
1867
Erste Gründung des Vereins. Aus dieser Zeit fehlen jedoch schriftliche Unterlagen, die Auflösung scheint sehr bald erfolgt zu sein.
1888
Am 6. Mai war es soweit, mit der zweiten Gründung des Bienenzüchtervereins Oberdiessbach und Umgebung beginnt die eigentliche Vereinsgeschichte. Dem Gründungsprotokoll ist zu entnehmen: «Unterm 6. Mai 1888 hat sich eine Anzahl Männer von Oberdiessbach und Umgebung zusammengefunden und sich nach gewaltiger Diskussion zu einem Bienenzüchterverein konstituiert und den Namen „Bienenzüchterverein Oberdiessbach und Umgebung“ angenommen.»
Die erste Seite aus dem Gründungsprotokoll ist hier als pdf. einsehbar.
Königinnenzucht- und Handfertigkeitskurse sowie Standbesuche bestimmten das Programm des Vereins in den frühen Jahren. Schon bald wuchs auch der Wunsch nach einer Belegstation.
1913
Der Verein beschliesst den Anschluss an die Belegstation im «Zelgli» (Kiesen) des Vereins «Oberes Aaretal».
1920
Eröffnung der vereinseigenen Belegstation Aeschlenalp. Die Kosten für das Bienenhaus, die Kästen und die Umzäunung der Station belaufen sich auf Fr. 728.00. Bereits im ersten Jahr wurden 174 Königinnen aufgeführt.
1927
Die erste Imkerin wird in den Verein aufgenommen.
1938
Der Vorstand teilt mit, dass er bereit sei, im Sommer eine bescheidene Jubiläumsfeier durchzuführen. So feiert der Verein am 24. Juli im Gasthof Löwen, Oberdiessbach, sein 50-jähriges Bestehen.
1946
Die Belegstation Aeschlenalp führt rekordverdächtige 277 Königinnen auf
In den Jahren 1960 bis 1970 wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Erforschung der Bienen gewonnen. Die Betriebsweise der damaligen Belegstationen wird dadurch in Frage gestellt, die Aeschlenalp ab 1971 nicht mehr genutzt.
1974
Der Traum eines Lehrbienenstandes wird auf der Haube, Oberdiessbach, Wirklichkeit. Für die Beteiligung an einem Bienenhaus und der Anschaffung von Gerätschaften und Kästen stimmt die Hauptversammlung einem Kredit von Fr. 2‘500.00 zu.
1985
Anschliessend an die Hauptversammlung wird ein Film über die nach Europa gebrachte Varroa-Milbe gezeigt. Die Imker spüren, dass diese Milbe ihnen noch viel Arbeit bescheren wird.
1988
Der Verein kann auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken. 174 Imkerinnen und Imker werden als Mitglieder gezählt.
1996
Der neue Lehrbienenstand am Diessbachgraben wird feierlich eingeweiht.
2002
Der erste Berner Bienentag wird durchgeführt. Der Verein organisiert dazu einen Imker-Zmorgen.
2013
Der Verein feiert sein 125-jähriges Bestehen und umfasst rund 100 aktive Bienenzüchter und -züchterinnen.
2020
Auf Grund der nicht mehr zeitgemässen Infrastruktur wird der Lehrbienenstand im Graben vom VBBV abgesprochen. In Zukunft dient das Gebäude als Vereinslokal.
Für die Grundkurse schliessen wir uns mit imkerhandwerk.ch und den Bienenfreunden Thun zusammen.
Die Idee, in unserer Region die kleiner werdenden Imkervereine zu fusionieren scheitert vorerst am Interesse der Nachbarvereine.
2025
Die erste Asiatische Hornisse wird im Vereinsgebiet gesichtet. Dieser Schädling wurde 2004 nach Südfrankreich eingeschleppt, wanderte rasch nordwärts und wurde 2017 in der Schweiz heimisch.
2026
Der Verein hat noch 78 aktive Mitglieder.
